Offene Jugendarbeit

Leitsätze Bildung und Soziales
Forum II
Offene Jugendarbeit


Präambel
Kinder, Jugendliche, Heranwachsende und junge Familien sollen in Bad Münder eine leistungsfähige soziale Infrastruktur nutzen können, die dauerhaft ihre Lebensqualität im ländlichen Raum sichert. Sowohl in der Kernstadt als auch in den Ortsteilen soll das Netz sozialer Dienstleistungen beste Sozialisationsbedingungen für Kinder und Jugendliche ( z.B. durch ganzheitliche pädagogische Angebote ) zur Entwicklung von autonomen Persönlichkeiten entsprechend ihres Geschlechts, ihren Fähigkeiten und Begabungen bieten.

  1. Die Jugendarbeit der Stadt Bad Münder verpflichtet sich die Interessen der Jugendlichen und Erwachsenen vermittelnd zu erarbeiten, den Jugendlichen einen Raum zu geben, ihre Interessen zu artikulieren und insbesondere die Interessen der Jugendlichen, die kaum im sozialen Raum sichtbar sind, sichtbar zu machen. Dies soll münden in der Gründung eines Jugendforums der Stadt Bad Münder. Ziel ist die Verknüpfung verschiedener Jugendaktivitäten zu einem Netzwerk. Dabei müssen die Interessen Jugendlicher - sowohl durch Delegation als auch durch Partizipation - in der Stadt Bad Münder Gehör finden.
  2. Zur Verbesserung der gesellschaftlichen Teilhabe von allen Kindern und Jugendlichen müssen soziale Räume, Freiräume und Angebote geschaffen werden, insbesondere zur Festigung der eigenen Persönlichkeit, der Stärkung des ICH's wie des WIR-Gefühls in sozialer Verantwortung.
  3. Die Entwicklung gemeinsamer Angebote von Kinder- und Jugendarbeit mit Schulen muss weiter vertieft werden, um eine noch bessere Integration zu leisten, um den immer bedeutsamer werdenden Lebensraum der Schüler/innen zu berücksichtigen.
  4. Die Förderung der Jugendarbeit in Vereinen, Verbänden und Kirchengemeinden ist eine wichtige Säule der Jugendarbeit.
  5. Sozial bzw. kulturell benachteiligte Kinder und Jugendliche und Kinder- und Jugendliche insbesondere mit Migrationshintergrund werden stärker von der Jugendarbeit in den Blick genommen. Es empfiehlt sich, gemeinsam mit den Verbänden ein Konzept zu entwickeln, auch für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen durch Migrationshintergrund bedingten Integrationsschwierigkeiten als auch mit Defiziten im Bereich der sozialen Fähigkeiten. Bei steigendem Anteil von sozial-benachteiligten sowie emotional und sozial vernachlässigten Kindern und Jugendlichen aus bildungsfernen Familien wird die Einzelfallhilfe immer häufiger erforderlich. Abstimmungen mit übergeordneten Gremien im Sinne intensiver Zusammenarbeit und Vernetzung werden hierzu notwendig werden.
  6. Junge Menschen sind verstärkt zu motivieren, ehrenamtlich tätig zu werden.