Kommunale Gesundheitsförderung

Wie viele Kommunen in Niedersachsen und im Landkreis Hameln-Pyrmont ist Bad Münder von der demografischen Entwicklung in erheblichem Umfang betroffen. Bei insgesamt sinkender Bevölkerungszahl steigt das Durchschnittsalter der Menschen in dieser Region deutlich an. Abwanderungstendenzen jüngerer Menschen verschärfen diesen Prozess. Dies hat u.a. unmittelbare Folgen für den Arbeitsmarkt und für die Gesundheitsversorgung insgesamt. Die Region verliert an Attraktivität und die Folgen sind gravierend.

Die Stadt Bad Münder ist entschlossen dem demografischen Wandel entgegenzuwirken und seine Attraktivität, durch Gesundheitsförderung und Präventionsmaßmahnen, zu steigern. Zusammen mit der Kaufmännischen Krankenkasse Hannover (KKH) wurde ein über drei Jahre laufendes Pilotprojekt im Rahmen der Kommunalen Gesundheitsförderung vereinbart. Das Projekt zielt darauf, die Menschen in ihren individuellen Lebenswelten zu erreichen, insbesondere die Bevölkerungsgruppen, welche sozialbedingt ungünstigere Gesundheitschancen aufweisen.

Bad Münder weist gute Voraussetzungen, als staatlich anerkannter Heilquellenkurbetrieb, mit Kliniken, Rundem Tisch Gesundheit, hoher Affinität zum Thema Gesundheit und Prävention sowie guter Vernetzung der bisherigen Akteure, entsprechende Maßnahmen zu entwickeln und die gesetzten Projektziele zu erreichen.

In drei Arbeitsgruppen, Kinder und Jugendliche, Menschen im erwerbsfähigen Alter und Ältere Menschen, werden zielgruppenspezifische Aktionen zur Gesundheitsförderung entwickelt. Die Steuerungsgruppe, bestehend aus Vertretern der Stadt, des Landkreises, Wirtschaftsvereinigung, Ärzten, Vereinen, Schulen, Senioren- und Behindertenbeirates, GeTour und der AWO Bad Münder, begleitet und steuert das gesamte Projekt. Sie ist für die Umsetzung der Projektziele verantwortlich und gleichzeitig Ansprechpartner der KKH.