Verkehr und Mobilität

Leitsätze ZEP Forum Verkehr und Mobilität

Präambel
Vor dem Hintergrund einer zunehmend älter werdenden Bevölkerung ist zu berücksichtigen, dass ältere Menschen bis ins hohe alter individuell mobil bleiben. Zur Positionierung Bad Münders am Gesundheits- und Tourismusmarkt, aber auch für die Bürger und die Gewerbetreibenden, muss Bad Münder als Einkaufs, Kur- und Bildungsstadt individuell gut erreichbar sein. Die im Folgenden beschriebenen Leitsätze wurden unter der Berücksichtigung der Gesamtbevölkerung Bad Münders, dem Kurortstatus sowie der ansässigen Unternehmen entwickelt. Alle aus den Leitsätzen abzuleitenden Handlungsansätze sind in einem integrierten Verkehrskonzept zu prüfen, welches sich durch ein hohes Maß an Konkretisierung auszeichnen sollte.

Leitsätze Kfz-Verkehr (fließender Verkehr)

  1. Die Mobilität des Kfz-Verkehrs ist zu erhalten.
  2. Durch den Kfz-Verkehr ausgelöste Lärm- und Schadstoffemissionen sind insbesondere hinsichtlich des Kurortstatutes Bad Münders zu vermindern.
  3. Durch den Kfz-Verkehr verursachte Trennwirkungen sollen reduziert werden. Eine Reduzierung der Trennwirkungen ist bei zukünftigen Planungen zu berücksichtigen.
  4. Das Hauptstraßennetz ist aus heutiger Sicht ausreichend. Neubauten sind derzeit nicht erforderlich und ggf. punktuell zu prüfen.
  5. Wesentliche Flächennutzungserweiterungen sind nicht vorgesehen. Zusätzliche Straßenneubauten werden dadurch nicht erforderlich.
  6. Abseits der Hauptstraßen sollten flächendeckend Tempo-30-Zonen oder verkehrsberuhigte Bereiche eingerichtet werden.
  7. Die Verkehrsführung im Zentrum der Kernstadt ist zu überprüfen (Befahrbarkeit, Einbahnstraßen, Fußgängerbereiche, Parkplätze etc.).

 

Leitsätze Kfz-Verkehr (ruhender Verkehr)

  1. Das derzeit in Aufstellung befindliche Parkplatzkonzept ist weiterzuführen. Dabei sind Maßnahmen hinsichtlich der Qualität (Breite, Bodenbeschaffenheit etc.) sowie der Quantität zu prüfen und ggf. umzusetzen.
  2. Die Beschilderung der Parkplatzbereiche sollte auf der Grundlage einer einheitlichen Systematik erfolgen. Ein verkehrszeichengebundenes Parkleitsystem ist zu entwickeln und ein elektronisches Parkleitsystem zu prüfen.

 

Leitsätze ÖPNV/ SPV

  1. Auch bei sinkender Bevölkerungs- und Schülerzahlen soll und muss das Angebot erhalten und optimiert werden.
  2. Der Bahnhof soll besser mit der Innenstadt und den Kuranlagen verknüpft werden.
  3. Das Bahnhofsumfeld soll aufgewertet werden.

 

Leitsätze Fußgänger/ Radfahrer

  1. Für Fußgänger und Radfahrer sind attraktive Verbindungen zu schaffen.
  2. Es sollte ein zusammenhängendes barrierefreies Fußgänger- und Radwegenetz zur Verfügung stehen.

Sport, Erholung und Freizeit

Leitsätze ZEP Bad Münder, Forum Sport, Freizeit und Erholung

Präambel
Das Angebot der Stadt Bad Münder im Bereich Sport, Erholung und Freizeit prägt wesentlich die Lebensqualität. Ihm kommt insbesondere auch vor dem Hintergrund des demografischen Wandels eine große Bedeutung zu. Es gilt, gemeinsam ein wohnungsnahes, vielfältiges, und hochwertiges Angebot für alle Generationen zu gestalten, das Bad Münder als Wohnstandort attraktiv macht und damit auch den Wirtschaftsstandort stärkt. So kann Abwanderung vermieden und Zuzug gefördert werden.

Leitsätze Sport

  1. Bad Münder bietet vielfältige Sportangebote in Vereinen und für individuelle Aktivitäten, Sportstätten werden intensiv genutzt und in gemeinsamer Verantwortung erhalten.
  2. Ehrenamtliches Engagement ist tragende Säule des Sport in Bad Münder: die Aktiven erhalten Anerkennung und Unterstützung.
  3. Regelmäßige Sportevents machen Bad Münder als aktive und lebendige Stadt bekannt und stärken die Identifikation mit der Stadt.
  4. Sportangebote leisten einen wichtigen Beitrag zur Integration von Zugezogenen und Migrantinnen und Migranten, niedrigschwellige Angebote erleichtern den Zugang zu den Vereinsaktivitäten.
  5. Sportvereine und Schulen / Kindertagesstätten arbeiten intensiv zum beiderseitigen Nutzen zusammen.

 

Leitsätze Freizeit und Vermarktung

  1. Bad Münder bietet ein attraktives Freizeitangebot für alle Generationen und auch generationsübergreifende Angebote / Interessenkonflikte werden konstruktiv gelöst.
  2. Bad Münder bietet eine attraktive kulturelle Infrastruktur und regelmäßig wiederkehrende und punktuelle Veranstaltungen und Angebote.
  3. Bad Münder macht sein Angebot im Bereich Sport, Freizeit und Erholung für alle Zielgruppen transparent und vermarktet es als wichtigen Standortfaktor für Wohnen und Wirtschaftsbetriebe.
  4. Wirtschaftsunternehmen engagieren sich für die Standort-qualität und die Lebensqualität ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter: Sponsoring, Sachleistungen, Flexibilität für ehrenamtliches Engagement.

 

Leitsätze Erholung

  1. Erholung fängt vor der Haustür an: Freiräume und Wohnumfeld in Bad Münder bieten Aufenthaltsqualität und sind attraktiv gestaltet.
  2. Freiräume, Erholungsbereiche und Parks werden in gemeinsamer Verantwortung erstellt, entwickelt und unterhalten.
  3. Attraktive Rad- und Wanderrouten laden zur Bewegung in und um Bad Münder ein und verknüpfen attraktive Freizeitangebote.

Stadt- und Landschaftsbild

Leitsätze Stadt- und Landschaftsbild im Rahmen des ZEP Bad Münder

Präambel
Vor dem Hintergrund der demographischen Entwicklungen nimmt eine intakte Natur und Umwelt und somit auch ein attraktives Stadt- und Landschaftsbild einen zunehmend höheren Stellenwert ein. Die Landschaft zu gestalten und erfahrbar zu machen, trägt wesentlich dazu bei, die Lebens- und Wohnqualität für die Bürger Bad Münders und die künftigen Generationen zu steigern und die Stadt im Wettbewerb um Einwohner gut zu positionieren. Die nachfolgend aufgeführten Leitsätze sollen die landschaftstypischen Identifikationsmerkmale der Gemeinde, die Kulturlandschaft des Sünteltals zwischen Deister und Süntel, hervorheben und zu deren Entwicklung nachhaltig beitragen. Dabei sind die Leitsätze unscharf, mit der Möglichkeit die Spielräume zu erweitern, formuliert und verfolgen das Ziel ein gemeindeübergreifendes und bürgerschaftliches Handeln in Bezug auf die Landschaftsentwicklung Bad Münders zu initiieren.

Leitsätze Stadt- und Landschaftsbild

  • Stadt- und Landschaftsbild sind als eine unauflösliche Einheit zu betrachten.
  • Zur Stärkung der Identität der Einwohner Bad Münders mit ihrem Wohn- und Lebensraum, aber auch als touristisches Merkmal, muss die Gemeinde ihre landschaftlichen und natürlichen Besonderheiten und Ressourcen erkennen und positiv in Szene setzen, um somit das eigene Profil zu stärken.
  • Um Bad Münder hinsichtlich seiner langen Geschichte, besonderen Eigenart, Vielfalt und Qualität zu entwickeln und zu verbessern, sind sowohl die Kernstadt als auch die Ortsteile in ihrer spezifischen Eigenart und als Teil des Ganzen zu entwickeln.
  • Eine effektive Außenwirkung der Stadt wächst von innen. „Bad Münder für Bad Münder“. Die Bürgerschaft muss gewonnen werden, sich mit der Kulturlandschaft zu identifizieren und kommunale Maßnahmen zur Verbesserung des Stadt- und Landschaftsbildes zu unterstützen. Dabei spielt die Berücksichtigung und das Zusammenspiel aller Ortschaften eine tragende Rolle.
  • Das regionale Umfeld bietet interessante und attraktive Anknüpfungspunkte. Die regionalen touristischen, wirtschaftlichen und geographischen Zusammenhänge sind zukünftig intensiver zu nutzen. Diesbezüglich wird angestrebt, auch die Landschaftsentwicklung mit anderen Kommunen im Verbund zu gestalten.
  • Die Landschaftsqualität Bad Münders ist in kleinen Schritten kontinuierlich zu entwickeln. Kleine landschaftsgestalterische und infrastrukturelle ästhetische Maßnahmen leisten einen wesentlichen Beitrag zur stetigen (jährlichen) Verbesserung. Dabei sind projektverantwortliche in der Verwaltung, ortsteilbezogene MitspielerInnen sowie Sponsoren und Fördermittel einzubeziehen und zu gewinnen

Wirtschaft

Leitsätze Wirtschaft Bad Münder im Rahmen des ZEP Bad Münder

Präambel
Die Betreuung und Begleitung ortsansässiger Betriebe bei ihrer Entwicklung und damit die Sicherung vorhandener Arbeitsplätze haben oberste Priorität. Eine wichtige Zukunftsaufgabe in diesem Zusammenhang ist die Unterstützung von Kooperationen und Netzwerken der Gewerbetreibenden. Funktionierende Vernetzungen verbessern den Kommunikations- und Informationsfluss. Auf Grund ausreichend vorhandener Gewerbeflächen besteht kein Bedarf zur Entwicklung weiterer Gewerbegebiete.
Insbesondere eine belebte und baulich attraktive Innenstadt verbessert die Lebensqualität der Bevölkerung und wirkt sich somit positiv auf die weichen Standortfaktoren aus. Bei zukünftigen Vorhaben und Entscheidungen gilt es, die nachfolgend für die drei Bereiche "Kommunikations- und Informationsstrukturen mit Unternehmen am Standort", "Gewerbegebiete/Gewerbegebietsentwicklung/Gewerbeimmobilien" und "Innenstadt und Wirtschaft" formulierten Leitsätze zu berücksichtigen

Kommunikations- und Informationsstrukturen mit Unternehmen am Standort

  1. Innerhalb der Verwaltung soll eine für Unternehmer und Unternehmerinnen klar erkennbare zentrale Anlaufstelle vorhanden sein, die sich den Belangen der Gewerbetreibenden service- und dienstleistungsorientiert annimmt sowie beratend und vermittelnd handelt.
  2. Ein strategisches System, um den Kontakt mit Unternehmen aufzubauen und zu halten, mit dem Ziel der Vertrauensbildung und Information, soll existieren.
  3. Es soll ein Netzwerk aus Gewerbetreibenden existieren (wie z.B.: Wirtschaftsvereinigung), dessen Ziel es ist, den Erfahrungsaustausch zwischen den Unternehmen zu fördern, Synergieeffekte zu erkennen und auszunutzen sowie gemeinsame Problemlösungen zu erarbeiten. Dieses Netzwerk sollte möglichst zielgruppenorientiert die Interessen der Wirtschaft vertreten.
  4. Allgemeine Informationen - insbesondere die positiven Standortfaktoren - über den Wirtschaftsstandort Bad Münder sollen verstärkt kommuniziert werden, mit dem Ziel der Information ansässiger Unternehmen und der Anwerbung potentieller Investoren.
  5. Ein Gewerbeflächen- und Gewerbeimmobilien-Informationssystem (Erhebung und Fortschreibung von Flächen und Immobilieninformationen: z.B. Quadratmeter, Mietdauer, Eigentümer etc.) soll vorhanden sein, das es ermöglicht, die Entwicklungen in Bad Münder zu steuern.
  6. Es soll regelmäßig wiederkehrende Veranstaltungen geben, die einen regionalen Erfahrungsaustausch von Unternehmern und Unternehmerinnen und die regionale Präsentation von Unternehmen ermöglichen.

 

Gewerbegebiete/Gewerbegebietsentwicklung/Gewerbeimmobilien in Bad Münder

  1. Vorhandene Gewerbeflächen und -immobilien sollen zielgruppenorientiert und offensiv - auf Basis der positiven Standortfaktoren Bad Münders - vermarktet und publiziert werden.
  2. Es soll stets eine ausreichende Flächenreserve vorhanden sein, um kurzfristigen Ansiedlungs- und Umsiedlungswünschen entsprechen zu können. Dabei sollen vorrangig auch zur Umnutzung oder Reaktivierung zur Verfügung stehende Bestandsflächen Berücksichtigung finden. Unter Beachtung von Synergieeffekten ist eine räumlich zentrale Konzentration anzustreben.
  3. Die Gewerbegebiete und -immobilien sollen über einen modernen Standard im Bereich der Kommunikationstechnologien verfügen.
  4. Neben harten Standortfaktoren (Kosten, Infrastruktur) sollen die Vermarktungschancen der Gewerbeflächen- und Gewerbeimmobilien sowie die Bindung von Unternehmen und Arbeitnehmern an Bad Münder durch ein positives, attraktiv gestaltetes Umfeld in verschiedensten Bereichen (Schnittstellen Bildung, Wohnen, Freizeit, Kultur, Sport etc.) verbessert werden.
  5. Seitens der Stadtverwaltung sollen flexible Strukturen und ein geringes Maß an Restriktionen (Flächenzuschnitte, Reaktion auf Um- und Ansiedlungswünsche, baurechtliche Rahmenbedingungen, Standortqualität etc.) gewährleistet werden.

 

Innenstadt und Wirtschaft

  1. Die ortsnahe Grundversorgung (Konzentration auf die Kernstadt) der Bevölkerung ist zu verfolgen.
  2. Die Innenstadt soll in ihrer Funktion als zentraler Versorgungsbereich gestärkt werden. Innenstadtrelevante Sortimente sollen maximal im Rahmen von Randsortimenten außerhalb des zentralen Versorgungsbereichs zugelassen werden.
  3. Die Innenstadt soll ein lebendiges und städtebaulich attraktives Quartier sein, das die Bürger und Gäste zum Verweilen und Einkaufen einlädt und anregt. In diesem Zusammenhang sollen Kooperationen (z.B. gemeinsame Events, Vermarktung) der Gewerbetreibenden in der Innenstadt gefördert werden.
  4. Die Öffnungszeiten von innenstadtansässigen Einzelhandelsbetrieben sollen möglichst einheitlich abgestimmt oder dem Bürger und Gast transparent als Information zur Verfügung gestellt werden.
  5. Zur Verbesserung der Anbindung Bahnhof - Innenstadt und Innenstadt - Kurpark sollen weitere Mobilitätsangebote entwickelt werden.
  6. Die Einzelhandelsstruktur Bad Münders soll sich perspektivisch durch kleinteilige Spezialgeschäfte, die über eine hohe Produktqualität und Kundensowie Serviceorientierung verfügen auszeichnen. Auf diesem Wege soll ein dem Stadtbild entsprechender Charakter erzeugt werden, der es Bad Münder ermöglicht, sich von den umliegenden Städten abzuheben

Tourismus

Leitsätze und zugeordnete Maßnahmen zur touristischen Entwicklung Bad Münders

Präambel
Bei der weiteren touristischen Entwicklung von Bad Münder dienen die folgenden Leitsätze als Handlungsrahmen für zukünftige Entscheidungen und Maßnahmen. Generell sind die Hauptzielgruppen und die Topangebote in den Fokus aller Aktionen zu stellen, ohne aber wichtige Nischen-Zielgruppen und Spezialthemen ganz aus dem Blick zu verlieren. Die Konzentration auf das Wesentliche, auf das mit den Zeit-, Personal- und Finanzressourcen Machbare soll die Leitmaxime sein. Ein nach innen praktiziertes WIR ist Voraussetzung für eine wirkungsvolle Außendarstellung.



Leitsatz zu regionalen Schwerpunktthemen:

Die Weiterentwicklung und Neukonzeption von touristischen Angeboten in Bad Münder orientiert sich primär an den regionalen Schwerpunktthemen Wandern, Radfahren und Nordic Walking.

Maßnahmen:

  • Anbindung an den Weserberglandwanderweg durch eine besondere Streckenführung
  • Prüfen einer Ausrichtung des „Deutschen Wandertages“ in Kooperation mit Nachbarkommunen
  • (Wanderweg Bad Münder – Schweineberg- Hameln entwickeln)
  • (Pilgerweg Loccum-Volkenroda berücksichtigen)
  • Anbindung an den Weserradweg prüfen und ggf. neue Strecke entwickeln
  • (Entwicklung eines Bäderradweges)
  • Weitere Ausschilderung von Nordic-Walking-Strecken

 

 

Leitsatz zum ortsspezifischen Schwerpunktthema:

In Bad Münder, der „Stadt der Heilquellen“ ist „Wellness und Gesundheit“ das ortsspezifische Schwerpunktthema und bedarf der besonderen Berücksichtigung bei der Projektentwicklung und Vermarktung.

Maßnahmen:

  • Entwicklung und Umsetzung der Machbarkeitsstudie zum Solebewegungsbad
  • Projektumsetzung „ehemaliges Kurhotel“
  • Einrichtung eines Quellenweges und Umgestaltung der Quellenstandorte

 

 

Leitsatz zu den Aktiv- und Sportangeboten:

Die breite Palette hochwertiger Aktiv- und Sportangebote ist auch für Gäste bedarfsgerecht zu entwickeln und noch zu ergänzen:

Maßnahmen:

  • Erstellen einer Panoramakarte mit Freizeitaktivitäten
  • Prüfung der Themen Segelflugplatz, Golf, Minigolf, Mountainbiking, lokale Bäder, Skaterbahn

 

Leitsatz zum Kulturtourismus:

Die Entwicklung, Präsentation und Vermarktung von hochwertigen und einzigartigen Kulturangeboten (regionale Alleinstellungsmerkmale) ist zu intensivieren, da solche Programme die Zahl der Tages- und Übernachtungsgäste steigern.

Maßnahmen:

  • Fortsetzung und Erweiterung der vorhandenen Kulturangebote, wie Meisterkonzerte, Operettenaufführungen, „Schaafstallprogramme“
  • Entwicklung von Kulturprojekten in Verbindung mit dem modernen Kur- und Landschaftspark (z.B. Skulpturenausstellung)
  • Weiterentwicklung des Glasskulpturenweges und Neubau eines Glashauses
  • Einbindung historischer Besonderheiten und Figuren: Hinweis auf Museum, Stuhlmuseum, „Weg der Sinne“, Quellenweg, St.Annen, Söltjer und Süntelgeist
  • Kombinierte Angebotspakete schaffen, z.B. Kultur und Gesundheit

 

 

Leitsatz zu den Kundenbedürfnissen und zum demografischen Wandel:

Die Entwicklung, Präsentation und Vermarktung der touristischen Angebote orientiert sich an dem demografischen Wandel und den Bedürfnissen der Gäste. Die Angebote sind generationsübergreifend und möglichst barrierefrei zu entwickeln und marktgerecht umzusetzen.

Maßnahmen:

  • Einrichtung einer Online-Buchungsmöglichkeit und Beteiligung von mind. 10 Vermietern
  • Prüfung von englischsprachigem Infomaterial / Internetseiten und Anschaffung von einheitlichen Infoboxen an relevanten Auslageplätzen
  • Erstellen eines kleinen Willkommens-Faltblattes mit den wichtigsten Infos zu Freizeit, Sport, Kultur und einem Plan mit Zuordnung der Sehenswürdigkeiten
  • Prüfung und Ergänzung der touristischen Beschilderung und der Verkehrsanbindung mit dem ÖPNV
  • Zusammenstellung von Tagespauschalen für Busgruppen
  • Entwicklung von Aktionen für eine attraktive Innenstadt zu jeder Jahreszeit

 

Leitsatz zur Qualität und zum Service:

Die Qualitäts- und Serviceorientierung steht zukünftig noch stärker im Mittelpunkt aller Maßnahmen aller Betriebe, die Dienstleistungen für Touristen anbieten.

Maßnahmen:

  • Beteiligung von mind. 10 Betrieben (Hotels, Gastronomie, Einzelhandel u.a.) an dem Projekt „Servicequalität Deutschland in Niedersachsen“
  • Steigerung der Zahl der klassifizierten Beherbergungsbetrieben

 

 

Leitsatz zur Nachhaltigkeit:

Der Schutz von Natur, Umwelt und Landschaft ist von herausragender Bedeutung. Deshalb sind besonders verträgliche und nachhaltige Formen des Tourismus anzubieten.

Maßnahmen:

  • Entwicklung weiterer verträglicher, nachhaltiger Naturerlebnis-Angebote
  • Stärkere Positionierung und Vermarktung des Deisters als Naturlandschaft in Kooperation mit den Anrainer-Gemeinden

 

Leitsatz zur Zusammenarbeit vor Ort:

Die Abstimmung und Kommunikation aller an touristischen Aktivitäten beteiligten Personen ist im Sinne einer Stärkung des WIR-Gefühls zu optimieren.

Maßnahmen:

  • Mängelkritik intern und nicht über die Medien äußern
  • Einrichtung einer Arbeitsgruppe touristischer Akteure
  • Vernetzung mit Runder Tisch Stadtmarketing

 

 

Leitsatz Kooperation:

Es gilt, mit Blick auf die Vermarktung und die Nutzung von Effizienzpotentialen über alle Ortsteil- , Gemeinde- und Landkreisstrukturen hinweg zusammenzuarbeiten.

Maßnahmen:

  • Zusammenstellung und Einbindung touristischer Besonderheiten in den Ortsteilen
  • Regionale Projektumsetzung „Bergmannsweg“
  • Förderung der erweiterten Kooperation mit Coppenbrügge und Salzhemmendorf
  • (Internetauftritt aktualisieren)
  • (stärkere Vermarktung im Raum Hannover)

Gesundheit

Leitsätze ZEP Bad Münder, Forum Gesundheit

  1. Die Einrichtungen der Gesundheitswirtschaft sind ein bedeutender Wirtschaftszweig in Bad Münder
  2. Anforderungen der Gesundheitswirtschaft sind in der zukünftigen städtischen Entwicklung des Gesundheitsstandortes zu berücksichtigen (Entwicklung neuer und Fortentwicklung bestehender Angebote, Unterbringungsqualität verbessern, Verkehrsinfrastruktur verbessern)
  3. Die Transparenz und Information über schon vorhandene Gesundheitseinrichtungen und deren Angebote ist auszubauen
  4. Das vorhandene Entwicklungspotential ist zu nutzen zum Ausbau des Gesundheitsstandortes Bad Münder
  5. mehr Selbstzahlerbereitschaft erfordert mehr Angebote für Selbstzahler und zusätzliche Angebote inklusive der dafür notwendigen Infrastruktur
  6. Vertriebswege über Selbsthilfegruppen nutzen
  7. Gestaltung und Nutzung von Freizeitangeboten kann auch durch Vernetzungen zwischen den Gesundheitseinrichtungen geschehen
  8. Um der großen Dynamik im Bereich der Gesundheitswirtschaft Rechnung zu tragen, soll ein "Runder Tisch Gesundheit" eingerichtet werden. Gemeinsam mit Politik und Verwaltung sollen die Akteure dieses Wirtschaftsbereichs regelmäßig die Leitlinien überprüfen und weiter entwickeln.

Bauen und Wohnen

12 Leitsätze ZEP Bauen + Wohnen

Präambel
Angesichts der demographischen Entwicklung (Alterung, Stagnation) gibt es zur Zeit aus der ansässigen Bevölkerung heraus keine große Nachfrage nach neuen Bauplätzen. Ein Bedarf zur Entwicklung neuer Baugebiete ist allenfalls aus Zuwanderung / Zuzug zu erwarten. Vor diesem Hintergrund ist die Pflege des baulichen und städtebaulichen Bestandes eine vorrangige Zukunftsaufgabe.

Bei der weiteren bestandsorientierten Entwicklung der Stadt Bad Münder dienen die folgenden Leitsätze als Richtschnur für bauliche und städtebauliche Entscheidungen und Maßnahmen:

 

  1. Genauer hinschauen ist die erste Voraussetzung, um Ortsteile und Quartiere der Stadt entsprechend der ansässigen Bevölkerung zu entwickeln
  2. Dabei sind nicht nur quantitative Daten, sondern auch qualitative Informationen zugrunde zu legen
  3. Die Entwicklung der Stadt ist nicht von den planungsrechtlich gesicherten Neubaugebieten, sondern aus Bestand und Vision herzuleiten
  4. Ziel führend ist nicht die Konkurrenz der Ortsteile untereinander und mit der Kernstadt, sondern die Kooperation zum Wohle der gesamten Stadt
  5. Eine standortgerechte und differenzierte Erneuerung und Qualifizierung der Quartiere und Ortsteile ist Grundlage für eine zukunftsfähige Entwicklung
  6. Eine sozial und gleichstellungsorientierte Stadtentwicklung ist an den aktuellen und zu erwartenden Lebensformen- und -phasen der BewohnerInnen auszurichten
  7. Die verschiedenen Mobilitätsformen - Auto und Bus, Fahrrad und Kinderwagen, Rollator und Rollstuhl - sind zu berücksichtigen und in die Realisierung einer Stadt der kurzen Wege umzusetzen
  8. Ökologische Qualitäten erweisen sich auch in energie- und klimagerechten Bauweisen
  9. Bei der Entwicklung neuer Baugebiete in der Kernstadt sind sowohl die Anforderungen einer nachhaltigen Entwicklung als auch besondere bauliche und städtebauliche Maßstäbe anzulegen
  10. Die bauliche und städtebauliche Entwicklung der Stadt ist nicht nur Sache der Investoren, sondern gemeinsame Angelegenheit von Stadtpolitik, -verwaltung und -bevölkerung und entsprechend der zugrunde gelegten Regeln zu diskutieren und im Dialog zu qualifizieren
  11. Im Hinblick auf eine hohe Qualität für das Ankommen in der Stadt sind die Zugänge und Zufahrten aufzuwerten und die Orientierung durch Wegebeziehungen und Leitsysteme zu verbessern.
  12. Die Ausstrahlung durch ein gepflegtes Stadtbild, sorgfältig gestaltete öffentliche Räume sowie hochwertige Architekturen sichert der Stadt auf Dauer einen Mehrwert für Ansässige, Gäste und Zuziehende.